Christoph Böllinger

Christoph Böllinger ist ein Kinetiker. Er setzt sich mit dem Phänomen der Bewegung auseinander und versteht es, diese in seinen Plastiken frei zu setzen, statt sie auf einen bestimmten Modus festzulegen. Seine Plastiken können schwingen, kreisen, hüpfen und vibrieren. Kennzeichnend ist auch der Einsatz verschiedenster Materialien wie Bronze, Holz, Eisen, Werkzeugfedern und Gold, die in ihrer Kombination und Bewegung eine mysthische Fragilität enstehen lassen. Böllingers Faszination für die Ästhetik der Veränderlichkeit, die in der Bewegung steckt, gepaart mit seiner Hingabe zum Detail, machen seine Plastiken einzigartig.

• 1939 geboren in Kiel • 1970 Jurastudium, zweites juristisches Staatsexamen • seit 1963 Plastiken • seit 1985 Bilder • 1965-1966 New York (Stipendium DAAD) • ab 1970 – Tätigkeit als freier Künstler (Autodidakt) • 1975-1979 Paris • 1979-1989 München • 1977-1986 Nebenbeschäftigung als Regieassistent für Jean-Pierre Ponnelle (Opernfilme und Musikfilmproduktionen) • 1993-1994 Lehraufträge Universität Augsburg („Kunstsommer“) • 1996 Lehrauftrag Universität Augsburg („Kunstsommer“) • Christoph Böllinger lebte und arbeitete in Hamburg • verstorben 2016